
Als eines von sechs Unternehmen aus den Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg erhielt Witty-Chemie (Dinkelscherben) am 27.10.2009 die ÖKOPROFIT-Urkunde. Den Nutzen des Projekts erläutert der geschäftsführende Inhaber Dr. Hubert Witty.
Frage: Ein Jahr hat sich Ihre Firma überlegt, wie man den betrieblichen Umweltschutz verbessern kann. Mit Erfolg?
Witty: In den Arbeitskreisen kristallisierten sich zwei konkrete Vorhaben heraus. Zunächst wollen wir allen Mitarbeitern, die mit einem Firmenfahrzeug unterwegs sind, ein Training zum Sprit sparenden Fahren anbieten. Die 70 Mitarbeiter im Außendienst und 15 Lkw-Fahrer kommen auf rund 3,5 Mio. Kilometer pro Jahr. Da wirken sich bereits drei oder fünf Prozent weniger Spritverbrauch enorm aus – für die Umwelt und für die Firma.
Und das zweite Projekt?
Witty: Offenbar rechnet sich für uns ein Blockheizkraftwerk. Aus Gas oder Heizöl würden wir dann Wärme und Strom erzeugen. Aufgrund der effizienten Energieausnutzung fördert das der Staat.
Hat sich durch die Teilnahme innerbetrieblich etwas geändert oder bewegt?
Witty: Ja, das würde ich schon sagen. Der Umweltgedanke ist einfach noch stärker in den Blickwinkel gerückt. Wir wollen pro Jahr künftig ein ökologisch und wirtschaftlich sinnvolles Vorhaben umsetzen. Das habe ich mir vorgenommen. Öko-Projekte werden bei uns so selbstverständlich wie Produktneuheiten oder Mitarbeiterschulungen.
Wie groß war der Aufwand bislang?
Unser Qualitätsbeauftragter hat sich bei ÖKOPROFIT federführend engagiert. Zu den einzelnen Arbeitsgruppen kamen dann ein, zwei Mitarbeiter aus den jeweiligen Fachbereichen hinzu. Es hat also bislang mehr Zeit gekostet und Arbeit bereitet, als zusätzliche Kosten verursacht. Der große, auch finanzielle Aufwand kommt erst noch, wenn die Projekte umgesetzt werden. Ein Training für über 80 Fahrer ist mit beträchtlichen Kosten verbunden. Die Arbeit beginnt bei uns erst richtig, denn jetzt geht es an die Umsetzung der Vorhaben.
Und der Profit?
Den fahren wir erst noch ein. Das Wichtigste: Ökologie und Wirtschaftlichkeit gehen bei unseren Projekten Hand in Hand. Diese Symbiose hat mich bei ÖKOPROFIT von Anfang an überzeugt. Darum haben wir auch mitgemacht. (pm/AZ)